Kopf-, Herz- und Basisnote: die Duftpyramide erklärt
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Ein Parfum ist keine feste Größe, sondern ein Verlauf. Was du in der ersten Minute riechst, hat mit dem, was nach fünf Stunden übrig bleibt, oft wenig zu tun. Dieser Verlauf wird klassisch in drei Phasen beschrieben.
Die Kopfnote
Der erste Eindruck, unmittelbar nach dem Auftragen. Hier sitzen die flüchtigsten Bestandteile: Zitrusnoten, Pfeffer, helle Früchte. Sie sind nach etwa fünfzehn Minuten bis zu einer halben Stunde weitgehend verflogen.
Genau deshalb ist der Sofort-Eindruck im Laden ein schlechter Ratgeber — du riechst dort fast ausschließlich die Kopfnote.
Die Herznote
Nach dem Abklingen der Kopfnote übernimmt das Herz und prägt den Duft über mehrere Stunden. Hier liegen typischerweise Blüten wie Rose, Jasmin oder Iris, Gewürze und grüne Noten. Die Herznote ist der eigentliche Charakter eines Parfums — nach ihr solltest du entscheiden.
Die Basisnote
Das Fundament. Moschus, Hölzer, Amber, Vanille, Leder, Patchouli — schwere Moleküle, die langsam verdunsten und den Duft bis zu vielen Stunden auf der Haut halten. Die Basis bestimmt, wie ein Parfum in Erinnerung bleibt.
Was das praktisch bedeutet
- Beurteile ein Parfum frühestens nach 30 bis 60 Minuten.
- Prüfe es zusätzlich nach mehreren Stunden — das ist der Duft, den dein Umfeld am längsten wahrnimmt.
- Teste an einem normalen Tag, nicht in der Parfümerie mit zehn anderen Düften in der Nase.
Eine Duftprobe ist dafür das richtige Werkzeug: Sie reicht für mehrere Tragetage. Alle Düfte gibt es bei uns als Probe.